„Darwins Faktor“ von M.A. ROTHMAN

Bewertung: 3.5 von 5.

Ein Thriller, der im Bereich der Genforschung spielt.
Dem Autor – selbst Naturwissenschaftler – ist es ein Anliegen, nicht nur Spannung zu generieren; er will das auf der Basis tatsächlicher Erkenntnisse tun. In Darwins Faktor bekommen die Möglichkeiten der Gen-Manipulation einen Touch Science-Fiktion mit auf den Weg. Für ROTHMANN bleibt es trotzdem bei Genre „Technik-Thriller“ (denn Science-Fiktion hat für ihn mit Raumschiffen und Laserschwertern zu tun).
Soll mir recht sein.

Um nicht groß rumzuspoilen: Die Suche nach einem innovativen Krebsmedikament ist reichlich aus dem Ruder gelaufen. Natürlich haben finstere Mächte damit zu tun, in diesem Fall aus dem Geheimdienstmilieu. Es gibt auch engagierte Wissenschaftler, smarte FBI-Ermittler, unschuldige und sympathische Opfer, hartherzige Entscheider und romantische Verwicklungen. Auch ein paar interessante Tiere gesellen sich zu den Protagonisten.
Das reicht auf jeden Fall für einen spannungsgeladenen Plot, der – natürlich – von der Zusammenführung der verschiedenen Handlungsfäden lebt.

Man erfährt tatsächlich ein bisschen über das Wirken der Evolution und die Methoden der Eingriffe in das Genmaterial. Dass dabei Viren eine besondere Rolle spielen, ist in Zeiten der Corona-Pandemie nicht uninteressant.

Das Buch bietet insgesamt eine recht konventionelle Form der Spannungs-Unterhaltung. Die Zutaten (s.o.) sind wenig spektakulär, bestimmte Entwicklungen sind erwartbar. Das Ende ist pfiffig gemacht – aber auch das war letztlich vorhersehbar.
Aber ich will gar nicht meckern: ROTHMANs Thriller ist ganz bestimmt nicht schlechter als viele andere. Die meisten Freunde dieses Genres werden genau die Unterhaltung und Spannung bekommen, die sie auch wollen. Mainstream muss ja nicht schlecht sein…

Der Autor wird nach Ende seiner Geschichte noch persönlich. Er outet sich als Selfpublisher und berichtet, auf welchem Weg er zu seinem Erfolg („USA Today-Bestseller“) gelangt ist.
Alles recht sympathisch. Aber man muss sich den Namen trotzdem nicht unbedingt merken.

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