„Unterwerfung“ von Michel HOUELLEBECQ

Dieses Buch wurde als „skandalträchtig“ diskutiert – insbesondere an seinem Entstehungsort, in Frankreich.
Es geht um die schleichende Machtergreifung durch den Islam in einem mitteleuropäischen Staat. Entsprechend wurde dem Autor der Vorwurf gemacht, die irrationalen Ängste der (meist rechtsgerichteten schweigenden Mehrheit) zu rechtfertigen bzw. noch anzuheizen.

Für mich ist es kein Problem, auch politisch „inkorrekte“ Bücher zu lesen, wenn sie anregend geschrieben sind bzw. einen Erkenntnisgewinn bringen.
Der Grundgedanke, dass durch verschiedene Tendenzen und Trends eine Entwicklung eingleitet werden könnte, in der „plötzlich“ als selbstverständlich angesehene demokratische Regeln außer Kraft gesetzt werden können, ist nach der Erfahrungen der letzten Jahre sicher noch nachvollziehbarer geworden.

Was mich an dem Buch sehr gestört hat, war der sehr dominante Bezug auf die private und berufliche Welt des Protagonisten. Mich haben diese Bezüge (auf sein Liebesleben und seine universitäre Karriere als Professor) eher gelangweilt. Das fühlte sich eher an wie für Insider geschrieben; es hat mich nicht berührt. Vielleicht auch, weil mir viele Dinge einfach nicht sympathisch waren.

Insgesamt würde ich daher dieses Buch nicht empfehlen – obwohl das Thema sicher spannend ist.

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