Ekel-Industrie

Die industrielle Fleischproduktion ist kein besonders angenehmer oder sympathischer Wirtschaftszweig. Sie ist das krasse Gegenteil.

Wir kennen aus den letzten Jahrzehnten zahlreiche Skandale rund um Tierzucht und Fleischverarbeitung. Jeder, der mal entsprechende Dokumentationen gesehen hat, kommt schnell auf die Idee, dass das ganze System ein Skandal ist.

Im Moment deckt Corona gerade mal auf, wie himmelschreiend miserabel die Arbeits- und Lebensverhältnisse der Menschen sind, die für uns in den Schlachthöfen die Sorte von Arbeit macht, die wir am liebsten gar nicht kennen würden (geschweige denn selbst tun).

Wie lange nehmen wir das alles in kauf, damit man die XXL-Grillschale im Supermarkt für 7,99 € kaufen kann?

Ich will Fleischkonsum nicht verbieten. Aber es muss schluss sein mit der Ekel-Industrie! Fleisch muss mindestens zwei- oder dreimal so teuer sein, damit es angemessen (artgerecht) „produziert“ und verarbeitet werden kann.

Dann kann man auch richtige Löhne zahlen und menschenwürdige Unterkünfte anbieten.

So einfach ist das!

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2 Antworten auf „Ekel-Industrie“

    1. Danke für das Stichwort (was ja nicht wirklich deines ist):
      Doch, ich kann (besser gesagt: ich würde). Nicht wegnehmen, aber den Konsum vermindern. Vielleicht auf einen Stand von 1980 oder 1990. Wenn man möchte, dass sich Menschen aus unterschiedlichen sozialen Verhältnissen alle so ungefähr das gleiche leisten können, dann soll man das durch Erhöhung von Transferzahlungen tun. Aber nicht dadurch, dass man skandalöse Zustände zulässt – weder in der Landwirtschaft noch beim Klima.

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