Warum nicht auf GRÜN-Rot setzen?

Es kommt wie erwartet: Die konservativen Medien schießen sich auf das (vermeintliche) Schreckgespenst GRÜN-Rot-Rot ein. Wenn man nun tatsächlich nicht mehr behaupten kann, die eigenen Kinder wegen der GRÜNEN Chaoten von der Straße holen holen zu müssen, sollen die LINKEN jetzt den Buhmann (die Buhfrau) geben.
Dieser Rollenzuschreibung werden sie ja – zumindest teilweise – auch gerecht; insbesondere im Bereich der Außenpolitik.
Nun wird in jedem Interview danach gelechzt, ob und wann endlich eine Aussage für oder gegen eine mögliche Koalition mit den LINKEN fällt.

Meine Meinung: Keep cool! Warum sollte nicht GRÜN-Rot (gemeint ist das zarte Rot der SPD) ein erwünschtes und realistisches Wahlziel sein? Warum sollte es nicht gelingen, ein 30% GRÜN mit einer 20% SPD zu bekommen?

Hintergrund für diese Überlegung ist Folgendes: Die Leute (der bürgerliche Mainstream) wollen sicher kein Doppel-Experiment; d.h. sie wollen nicht gleichzeitig eine junge und relativ unerfahrene Kanzlerin und das Abenteuer einer LINKEN Regierungsbeteiligung.
Aber was die „MItte“ durchaus akzeptieren könnte, wäre ein Vizekanzler Scholz mit seiner Seriosität und seiner großen Erfahrung.

Ich schlage also vor, aktiv auf dieses Bündnis zu setzen; nicht durch Ausschließen anderer Koalitionen, sondern durch eine offensive Kommunikation.
Seit dieser Woche ist dieses Ziel ein ganzes Stück realistischer geworden. Es wird Zeit, das auch so zu benennen. Hinter dieser Perspektive könnte sich die gesamte linke Mitte und das GRÜN bewegte Bürgertum versammeln.
Und auf einmal wären weder die LINKEN noch die FDP so besonders interessant…

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