08.02.2023 Die spinnen, die Menschen!

Foto von Kony Xyzx: https://www.pexels.com/de-de/foto/mann-in-der-tarnjacke-die-auf-grunem-grasfeld-liegt-3706659/

Vielleicht wiederhole ich mich ja…

Gestern kamen in den Nachrichten zwei Meldungen direkt hintereinander. In der ersten wurde über das Anlaufen der internationalen Hilfsaktionen für die Erdbebenregion berichtet. Spezialisten und trainierte Hunde begeben sich in einen dramatischen Kampf gegen die Uhr – um möglichst noch ein paar wenige Überlebende aus den tonnenschweren Trümmern zu ziehen. Die Opferzahlen steigen stündlich – jedes noch gerettete Leben wird gefeiert.

Danach kam dann die Information, dass bei besonders schweren Kämpfen im Osten der Ukraine vermutlich insgesamt über 1000 Soldaten ums Leben gekommen sind (zuzüglich der Verletzten natürlich).
Diese Menschen (die übrigens ähnlich leiden bzw. gelitten haben wie Erdbebenopfer) hätten nicht mit schwerem Gerät gerettet werden müssen – sie hätten einfach nur zu Hause bleiben können. Beispielsweise in Russland.

Eine verrückte Welt…

(Zu weiteren Tages-Gedanken)

07.02.2023 Auto-Berlin

Foto von Niki Nagy: https://www.pexels.com/de-de/foto/mann-im-schwarzen-hoodie-reittrike-1128419/

„Schlimmer geht’s nimmer“!
Der Wahlkampf der Wiederholungswahl in Berlin geht in die letzte Runde. Gegen zwei profilierte Frauen (ROT und GRÜN) kämpft sich jetzt ein besonders konservativer CDU-Mann in den Vordergrund.
Eines seiner Hauptthemen: Etwas für die Autofahrer tun!

Nun gibt es in einer dichtbesiedelten Metropole wie Berlin kaum ein abwegigeres Ziel als das Umdrehen der Verkehrswende in Richtung Individualverkehr. Das soll das Zukunftskonzept für unsere Hauptstadt sein?
Armselig!

(Zu weiteren Tages-Gedanken)

06.02.2023 Natur-Katastrophen…

Foto von Sanej Prasad Suwal: https://www.pexels.com/de-de/foto/schwarz-und-weiss-menschen-gebaude-kaputt-7806175/

So ein heftiges Erdbeben – wie heute in der Türkei und Nordsyrien – löst Bestürzung und Mitgefühl aus, bei vielen auch eine Bereitschaft, aktiv Solidarität zu zeigen.

Die Bilder der zerstörten Gebäude wecken Assoziationen mit den täglichen Nachrichten aus der Ukraine und werfen eine Frage auf: Ist es nicht ein Wahnsinn, dass uns Leid und Elend auf der einen Seite so anrühren, wir auf der anderen Seite immer noch nicht verhindern können, das ein ähnlicher Schrecken vor unseren Augen menschengemacht und gewollt stattfindet.
Dabei brauchten wir doch alle Kräfte, um den unvermeidlichen Naturkatastrophen und dem selbst verursachten Klimawandel gerecht zu werden.

(Zu weiteren Tages-Gedanken)

05.02.2023 Die Zeiten ändern sich…

Foto von JÉSHOOTS: https://www.pexels.com/de-de/foto/person-mit-sony-ps4-dualshock-4-21067/

Manchmal sind es ganz unspektakuläre Dinge, die einem langsam älter werdenden Menschen damit konfrontieren, dass die eigenen inneren Bilder nicht mehr mit der veränderten Realität übereinstimmen.

Ein Beispiel dafür sind Beitrage in „seriösen“ Magazinen (wie ZEIT oder SPIEGEL), in denen eigene Journalisten oder Redakteure über selbst gemachte Erfahrungen berichten.
Das wäre erstmal nichts Besonderes.
Irritierend erscheint mir aber, dass dort plötzlich über das suchtartige Umgehen mit Tinder-Dating, einen ungebremsten Konsumrausch, ein Gaming-Marathon oder exzessiven Gebrauch von Genuss- bzw. Suchtmitteln in einer Club-Nacht berichtet wird – und zwar aus der Innenperspektive.
Ich stutze dann, weil mir eine (vermutlich uralte) innere Stimme sagt: „Wie bitte? Wie kann dieser Mensch so abstruse und unvernünftige Dinge tun oder erleben – und gleichzeitig erwarten, dass man ihn in seiner professionellen Rolle als Teil des Qualitäts-Journalismus akzeptiert? Wo bleibt die Seriosität? Das sind ja noch halbe Kinder!“

Ja, die Welt verändert sich. Die über Jahrzehnte aufgebauten Gewissheiten tragen nicht mehr zuverlässig.
Will man diese Veränderungen wirklich? Vermutlich nicht!
Muss der Journalismus sich an die neuen Zielgruppen anpassen? Vermutlich ja!

Also bleibt nur die Verwunderung…

(Zu weiteren Tages-Gedanken)

04.02.2023 „Sexuelle Identität“ ins Grundgesetz

Foto von Alexander Grey: https://www.pexels.com/de-de/foto/person-mit-korperbemalung-1209843/

Im Grundgesetz werden die Gruppen aufgezählt, die in besonderer Weise vor Diskriminierung geschützt werden sollen. Zur Zeit läuft eine Initiative, hier auch die „sexuelle Identität“ mit aufzunehmen – also die Menschen, die sich selbst nicht mit ihrem biologischen Geschlecht identifizieren können bzw. wollen.

Gegen diesen Schritt wäre natürlich überhaupt nichts einzuwenden. Jede gefährdete Minderheit sollte einen solchen Schutz genießen.

Aus meiner Sicht sollte daraus aber nicht abgeleitet werden, dass queeren Menschen der LBJTQ+-Community auch das Recht zuteil wird, der restlichen cis-Gesellschaft ihre Definition vom „zugewiesenen Geschlecht“ überzustülpen. Die subjektiv erlebte Unvereinbarkeit der eigenen Identität mit dem biologischen Geschlecht ist nicht genauso selbstverständlich und „normal“ wie die üblicherweise vorhandene Übereinstimmung. Es ist eine Besonderheit, die nicht zu einer Benachteiligung führen darf.
Das kann und soll gerne auch im GG markiert werden.

(Zu weiteren Tages-Gedanken)

03.02.2023 Moderator und Aktivistin

Stefan Müller (climate stuff, 1 Mio views) from Germany, CC BY 2.0 https://creativecommons.org/licenses/by/2.0, via Wikimedia Commons

Manche Dinge glaubt man nicht.

Da wird in Deutschland ernsthaft darüber diskutiert, ob ein Moderator im öffentlich-rechtlichen Fernsehen (Louis Klamroth) eine Talkshow moderieren kann/darf, wenn er privat mit einer bekannten Klima-Aktivistin liiert ist.
Man verliert also seine journalistische Kompetenz und Unabhängigkeit, wenn man eine/n Partner/in mit einer öffentlich bekannten Position zu politischen oder gesellschaftlichen Fragen hat?!

Manchmal dreht es tatsächlich ein wenig ab – im Land der schnellen Aufregung…

(Zu weiteren Tages-Gedanken)

02.02.2023 Biologie und Spielzeug

Foto von Pixabay: https://www.pexels.com/de-de/foto/junge-im-weissen-tragershirt-das-tagsuber-blauen-coupe-druckguss-nahe-braunem-holzernem-bankstuhl-spielt-163768/

Es gibt noch Hoffnung!
Bei ZEIT-online erschien heute ein Artikel über den Zusammenhang zwischen biologischem Geschlecht von Kindern und die Vorliebe für bestimmtes Spielzeug. Man traut sich also über Studien zu berichten, die das eindrucksvoll nachgewiesen haben. Übrigens in verschiedensten Kulturen – und sogar in Experimenten mit Affenkindern.
Ja, es geht tatsächlich um Puppen und Autos.
Ob das die Gender-AktivistInnen ertragen können…

Ich werde die Kommentare mal beobachten.

(Übrigens: Diese Untersuchungen werden in diesem Buch ausführlich geschildert.)

(Zu weiteren Tages-Gedanken)

01.02.2023 Depression

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Die ZEIT von morgen widmet sich dem Thema „Depression“, insbesondere den neueren Behandlungsansätzen. Dies geschieht mit einem Tiefgang, die für eine allgemeine Wochenzeitung schon bemerkenswert ist.

Bei allem Respekt vor der intensiven Recherche und der gründlichen Darstellung: Die fachlichen Grundaussagen des dargestellten Therapie-Konzeptes sind sicherlich nicht so „revolutionär“, wie dies im Artikel dargestellt wird.
So ist eine therapeutische Arbeit über die „Schulengrenzen“ (Tiefenpsychologie und Verhaltenstherapie) hinweg in vielen Bereichen schon längst ein Standard. Auch die Erkenntnis, dass die Kombination von Medikamenten und Psychotherapie die besten und stabilsten Erfolge bringt, überrascht sicher niemanden mehr. Erstaunlicherweise wird über die etablierten kognitiv-orientierten Therapiekonzepte kaum gesprochen.

Aber natürlich sollte der Maßstab angemessen bleiben: Die Leserschaft bekommt schon einen vertieften Einblick in die Behandlungsmöglichkeiten dieser „Volkskrankheit“.
Es gibt halt immer noch „Qualitäts-Journalismus“…

(Zu weiteren Tages-Gedanken)

31.01.2023 Und es bewegt sich doch

Foto von hikmet a: https://www.pexels.com/de-de/foto/beleuchtung-dunkel-abend-beleuchtet-15082699/

Es wurde und wird viel gemeckert in Deutschland. Natürlich auch über die Ampel-Regierung. Im Spätherbst sah es in vielen Mediendarstellungen einige Wochen lang so aus, als ob wir von einer Versager-Truppe regiert würden, die nur unproduktiven Streit produziere.
Das war schon damals einseitig und völlig übertrieben – aber es macht ja offenbar nicht nur der Opposition Spaß, immer wieder auf den gleichen paar Fehlern und Pannen herumzureiten.

Der Wind hat sich in den letzten Wochen deutlich gedreht. Erstaunlich vieles hat offenbar recht gut funktioniert; das Chaos blieb auf verschiedenen Ebenen aus.
Aber das ist nur die eine Seite des Bildes.

Macht man sich die Mühe, mal genauer nachzulesen (oder in den diversen Talkshows nachzuhören), wie viele weitreichende Maßnahmen bzw. Gesetzesvorlagen gerade in der Pipeline sind, kann es einem schnell schwindelig werden. Als Beispiel sei die LANZ-Sendung von heute (31.02.) empfohlen, in der Habeck einige der aktuellen Vorhaben erläutert.

Schaut man sich dann noch die internationalen Aktivitäten unseres Kanzlers an, könnte man schon auf die Idee kommen, dass zwei der drei Ampeln auf Grün stehen.
Leider kriegt der Verkehrsminister seine Ampel nicht in Gang…

(Zu weiteren Tages-Gedanken)

30.01.2023 Soli bleibt (erstmal)

Foto von Pixabay: https://www.pexels.com/de-de/foto/banknotenlos-259249/

Ich war wirklich alarmiert.
Es hätte heute passieren können, dass als Folge einer Gerichtsentscheidung viele Milliarden Euro an reiche Menschen und Unternehmen zurückgezahlt hätte werden müssen. Und das ausgerechnet in einer Zeit, in der es überfällig wäre, dass die finanzielle „Elite“ unseres Landes sich deutlich stärker an der Finanzierung der großen Zukunftsaufgaben beteiligt.
Es wäre also ein absolut falsches Zeichen mit fatalen Folgen gewesen!

Das Risiko hat deshalb bestanden (und bestände im Rahmen einer Verfassungsbeschwerde immer noch), weil es mit bestimmten Parteien in unserem Lande nicht möglich war und ist, eine angemessene Steuergesetzgebung zu erlassen.
In dieser Situation war das Weiterbestehen des Solis eine Art Rettungsanker: Weil man ihn für den Großteil der Steuerzahler abgeschafft hat, blieb eine relative Mehrbelastung für die Reichen.

Insgesamt ist die ganze Geschichte ein Armutszeugnis in einem immer noch sehr reichen Land. Die heilige Kuh des unbegrenzten privaten Eigentums ist offenbar wichtiger als die klimatischen und militärischen Bedrohungen unseres Landes und des ganzen Planeten.
Zukünftige Generationen werden vermutlich kaum nachvollziehen können, warum wir es zuließen, dass Hunderte von Milliarden Privatvermögen auf irgendwelchen Konten liegen, während dringende Investitionen nicht erfolgen konnten.

Letztlich werden wir doch – aus purer Not – alles zusammenkratzen müssen. Nur könnten wir jetzt noch mit weniger Einsatz weit mehr bewirken.

(Zu weiteren Tages-Gedanken)