23.02.2020

Man kann es nach den letzten Wochen und nach der heutigen Hamburg-Wahl wohl nicht mehr übersehen: Die nächste Bundesregierung wird mit hoher Wahrscheinlichkeit maßgeblich durch die GRÜNEN geprägt sein.
Entweder werden Sie Junior-Partner einer schwarz-grünen Koalition oder sie stellen in einer grün-rot-roten Koalition auch gleich den Kanzler/die Kanzlerin.

Das bedeutet nicht, dass in naher Zukunft das Paradies auf uns zukommt.
Aber: Es wäre schon ein sehr erfreuliches Signal für die Modernisierung unserer politischen Landschaft und auch der gesamten Gesellschaft.

Man hat fast täglich erneut den Eindruck, dass die GRÜNEN – anders als alle anderen Parteien – kaum einen nennenswerten Ballast an ungelösten inhaltlichen oder personellen Konflikten mit sich herumschleppen.
Das ist durchaus erstaunlich: War doch der verbissene Grundsatzstreit zwischen Realos und Fundies lange Jahre der unvermeidbare Markenkern der grün-alternativen Partei.

Man kann so eine Hypothek offenbar abschütteln. Insbesondere wenn es eine glaubhafte Übereinstimmung zwischen Botschaft und Personal gibt, verbunden mit einem Generationswechsel und einem Auftreten, durch das sich auch Menschen der Generation U-50 angesprochen und repräsentiert fühlen.

Natürlich ist das alles für eine Partei leichter, die ein zentrales Thema hat und dieses auch rein zufällig auch noch eine der wichtigsten Menschheitsaufgabe betrifft.
Im Moment hat man jedenfalls den Eindruck, als ob die GRÜNEN die einzige Partei wäre, die wirklich vorbereitet wäre auf die zukünftigen Herausforderungen.

Es wird in den nächsten Monaten Fehler und Gegenwind geben.
Es bleibt nur zu hoffen, dass dies nicht dazu führt, dass auch die Hoffnungen, die sich auf diese Partei gründen, dann im unbarmherzigen Medien-Gewitter zerstört werden.

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