Der neuer Bundestag – nur ein formales Theater?

Mich erfreut die insgesamt frische und zukunftsgewandte Stimmung, die von dem sich neu konstituierenden Bundestag ausgeht. Es entsteht der Eindruck, dass ein bisschen mehr Realität, Bürgernähe und Vielfalt in das „hohe Haus“ eingezogen ist.
Es gibt erstaunlich viel neue und relativ junge Abgeordnete – unter ihnen sicher sehr viele Menschen, auf die die oft pauschalen Zuschreibungen – sie gehörten einer Art bürgerfernen privilegierten Kaste an – mit Sicherheit nicht passen.
Eine Chance für die Demokratie – insbesondere für die Einbindung der jüngeren Generationen.

Ein bisschen scheinen wir als Wahlbürger Glück gehabt zu haben. Außer bzgl. der Abwahl der CDU/CSU waren die Wahlergebnisse schließlich gar nicht so außergewöhnlich. Es war letztlich ein Verdienst der Parteien selbst, dass so vielen jungen Leuten der Einstieg in die Bundespolitik ermöglicht wurde. So kriegen wir als Bürger/innen mehr Erneuerung geschenkt, als wir uns selbst „verdient“ haben.
Keine schlechte Bilanz für die so oft kritisierte Parteien-Demokratie.

Seien wir also heute ruhig mal ein bisschen stolz auf unser Gemeinwesen; auch wenn niemand so naiv sein wird, die weiter bestehenden Probleme und Risiken zu verleugnen.
Dort in Berlin sitzen eine Menge Menschen zusammen, die sich für unser Land ernsthaft engagieren. Es wirkt auch sympathisch, wenn man – so wie heute – beobachten konnte, wie oft auch sehr herzliche Glückwünsche über Parteigrenzen hinweg ausgetauscht wurden.
Es gibt nicht so fürchterlich viele Parlamente auf diesem Planeten, von denen man sich besser vertreten fühlen könnte.

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